Wie ist die MPA aufgebaut?
Aufbau der MPA
Die MotivationsPotenzialAnalyse MPA basiert auf einem klar strukturierten Modell, das menschliche Motivationspotenziale systematisch erfasst und darstellt. Im Kern der MPA stehen 26 unterschiedliche Motive, die in 13 Motivkategorien organisiert sind.

Struktur
Die Grundstruktur: Motivkategorie & Motiv
Jede Motivkategorie umfasst zwei bipolare, voneinander unabhängige Motive, die gegensätzliche Ausrichtungen darstellen. Diese Struktur ermöglicht ein umfassendes Verständnis der individuellen Motivationslandschaft einer Person.
So enthält beispielsweise die Motivkategorie „Beziehung“ die folgenden Motive:
- Distanz (das Streben nach bzw. die Freude an emotionalem Abstand zu Anderen)
- Kontakt (das Streben nach bzw. die Freude an emotionaler Nähe zu Anderen)
Messung
Präzise Messung des Motivationspotenzials
Die MPA misst Motivationspotenziale in konkreten Punktwerten und stellt diese als übersichtliche Balkendiagramme mit einer Punkteskala von 1 bis 100 dar.
Warum Punkte statt Prozent?
Die Punkteskala vermeidet den häufigen Fehlschluss, dass ein niedrigerer Wert ein „Defizit“ bedeutet. Bei Motivationspotenzialen gibt es kein „fehlendes“ oder „mangelndes“ Potenzial – es gibt nur unterschiedliche Intensitäten. Ein Wert von 40 Punkten bedeutet nicht, dass Ihnen 60 Punkte „fehlen“, sondern dass dieses spezifische Motivationspotenzial genau diese Intensität hat.

Die Punkteskala ermöglicht eine wertfreie Betrachtung Ihrer Motivationslandschaft. Jedes Motiv hat genau die Stärke, die es hat – nicht mehr und nicht weniger. Es geht nicht darum, in allen Bereichen hohe Werte zu erreichen, sondern Ihr individuelles Motivationsprofil zu verstehen und optimal zu nutzen.
Die Punkteskala der MPA befreit von der Illusion des Defizits und respektiert jedes Motivationspotenzial in seiner natürlichen Ausprägung.
Auswertung
Vier aufschlussreiche Perspektiven auf Motivationspotenziale
In der MPAauswertung stehen die folgenden vier graphischen Auswertungen zur Verfügung:
- Motive – nach Intensität sortiert: Diese Übersicht zeigt alle 26 Motive absteigend nach ihrer Stärke sortiert. So sind sowohl die starken als auch die schwachen Motivationspotenziale schnell überblickbar.
- Motive in Kategorien – alphabetisch sortiert: Hier werden die beiden Motive jeder Kategorie mit ihrer individuellen Stärke (1 bis 100) dargestellt. Die 13 Motivkategorien sind alphabetisch sortiert, sodass diese Darstellung auch gut für den Abgleich mit anderen Auswertungen geeignet ist.
- Aufsummierte Motive in Kategorien: Diese Darstellung zeigt die summierte Stärke jeder Motivkategorie auf einer Skala von 1 bis 200. So ist auf einen Blick erkennbar, welche Motivkategorien besonders energetisierbar sind.
- Verhältnismäßigkeit innerhalb der Motivkategorien: Diese prozentuale Darstellung zeigt das Verhältnis der beiden gegensätzlichen Motive innerhalb jeder Kategorie. Diese Darstellung ist u. a. geeignet, um die eigene MPA mit anderen Systemen abzugleichen, die nur diese Darstellung kennen.
Vier Perspektiven
Jede der Perspektiven öffnet ein neues Fenster zum Verständnis der eigenen inneren Antriebskräfte.
Methodik
Intensität statt Verhältnis
Im Unterschied zu anderen Verfahren misst die MPA die Intensität, d. h. die Stärke des Motivationspotenzials, jedes einzelnen Motivs innerhalb einer Motivkategorie. Beispielsweise wird die Potenzialstärke des Motivs „Mitentscheidung“ einzeln gemessen und dargestellt – und die Potenzialstärke des zugehörigen Gegenmotivs „Selbstentscheidung“ wird ebenfalls einzeln gemessen und dargestellt.


Ihr Vorteil? Durch die Messung der Intensität der einzelnen Motive erhalten Sie nicht nur wie bei bestehenden Verfahren eine „Verhältnismäßigkeit“ zweier Motive, sondern auch die einzelnen Motivstärken.
Bei einem Verhältnis von ca. 50:50 ist es wichtig zu wissen, ob dieses Verhältnis durch zwei ähnlich „starke“ Motive (wie hier bei Mitentscheidung ↔ Selbstentscheidung) zustande gekommen ist und damit beide Motive deutlich Raum im Leben der Person benötigen.
Den wichtigen Unterschied zwischen Intensität und Verhältnis und die Bedeutung für den Einsatz in der Praxis beleuchten wir auf der Seite Verhältnis ↔ Intensität noch tiefer.
Diese besondere Messtechnik der MPA auf beide Pole ermöglicht eine im deutschen Markt der Motivdiagnostik aktuell einmalige Präzision und Genauigkeit und ist wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu allen anderen Systemen.
Haltung
Wertschätzung von Individualität statt Zuschreibung
Im Gegensatz zu vielen anderen Tests am Markt verzichtet die MPA bewusst auf pauschale „Zuschreibungen“ im Sinne von „Wir haben Sie so getestet, und deswegen sind Sie so und so…“. Solche Zuschreibungen sind häufig allgemeingültig und vage formuliert – ein Kunstgriff, um nicht zu viel Widerstand im Sinne von „Aber so bin ich nicht!“ zu provozieren. In der Psychologie wird dieses Phänomen als „Barnum-Effekt“ bezeichnet (siehe rechts): die Tendenz, vage und allgemeingültige Persönlichkeitsbeschreibungen als zutreffend zu akzeptieren.
Was macht die MPA anders?
Die MPA erkennt an, dass der wahre Experte für die jeweilige MPAauswertung die ausfüllende Person selbst ist. Daher stellt die MPAauswertung dem Teilnehmer und dem begleitenden MPAexperten präzise Definitionen und Kurzbeschreibungen der Motive sowie verschiedene graphische Darstellungen als solide Grundlage für die anschließende Reflexionsarbeit zur Verfügung.
Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich neutrales, wertschätzendes und bewertungsarmes Verfahren, das eine hohe Akzeptanz genießt und maximale Flexibilität in der Anwendung ermöglicht. Die MPA schafft damit einen Raum für authentische Selbsterkenntnis statt vorgegebener Zuschreibungen und Bewertungen.
Der Barnum-Effekt
Warum wir uns in vagen Beschreibungen wiedererkennen
Der Barnum-Effekt, benannt nach dem Zirkusunternehmer P. T. Barnum, beschreibt das psychologische Phänomen, dass Menschen dazu neigen, vage und allgemeingültige Persönlichkeitsbeschreibungen als präzise und individuell zutreffend zu akzeptieren.
Sie haben ein starkes Bedürfnis, von anderen gemocht und bewundert zu werden, sind aber manchmal kritisch mit sich selbst. Obwohl Sie einige Schwächen in Ihrer Persönlichkeit haben, sind Sie im Allgemeinen in der Lage, diese auszugleichen. Sie besitzen beträchtliche ungenutzte Kapazitäten, die Sie bisher nicht zu Ihrem Vorteil eingesetzt haben. Diszipliniert und selbstbeherrscht nach außen, neigen Sie dazu, innerlich besorgt und unsicher zu sein. Manchmal haben Sie ernsthafte Zweifel, ob Sie die richtige Entscheidung getroffen haben. Sie bevorzugen eine gewisse Abwechslung und fühlen sich eingeengt, wenn Sie mit Einschränkungen konfrontiert werden. Sie sind stolz darauf, ein unabhängiger Denker zu sein und akzeptieren die Meinungen anderer nicht ohne überzeugende Beweise. Sie haben festgestellt, dass es unklug ist, sich anderen gegenüber zu sehr zu öffnen.
Erkennen Sie sich wieder? Die meisten Menschen tun das – obwohl dieser Text auf praktisch jeden zutrifft. Die MPA vermeidet bewusst solche vagen Zuschreibungen und setzt stattdessen auf präzise, messbare Motivationspotenziale, die im Rahmen eines individuellen Coachings oder Workshops interpretiert und ausgewertet werden.
Die MPA sagt Ihnen nicht, wer Sie sind.Sie zeigt und gibt Ihnen die Werkzeuge, mit denen Sie sich selbst besser verstehen können.








