Die Frage, die die meisten anderen Motivanalysen nicht beantworten können
50:50 ist doch 50:50 … oder?
Lassen Sie uns einen Blick auf zwei Personen werfen: Nora Niedrig und Hartmut Hoch.
Warum die beiden so heißen … wird sich noch zeigen.
Auf jeden Fall haben die beiden im Rahmen eines Workshops eine (andere) Motivanalyse gemacht – und dort bekamen sie als Ergebnis, dass in der Kategorie Freiheit beide so in etwa einen Mittelwert haben. D.h. dass bei beiden die Anteile Selbstentscheidung (die Freude daran, Dinge alleine zu tun) und Mitentscheidung (Freude daran, mit anderen gemeinsam zu handeln) recht ähnlich ausgeprägt sind.


Und auch ihre Auswertungstexte, die sie beide beschreiben sollen, sind gleich und berichten beide von einer gewissen Ausgewogenheit der beiden Pole.
Doch in der Diskussion über dieses Motivpaar bemerken die beiden einige interessante Unterschiede.
Während Nora Niedrig mit beiden Motivpolen eher wenig anfangen kann und beide für sie nicht sehr relevant sind, zeigt sich für Hartmut Hoch ein völlig anderes Bild. Er berichtet davon, dass ihn die beiden Motive häufig umtreiben und es sich für ihn durchaus herausfordernd herausstellt, diese gut zu balancieren. So hat er in einigen Projekten die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen intensiv zu agieren, und sieht und fühlt sich hier als klarer Teamplayer. Und gleichzeitig gibt es zwei Themen, die zwar auch in Teams eingebunden sind – er hier aber deutlich weniger in Abstimmung gehen mag und ganz bewusst auch den „lonesome cowboy“ gibt … und liebt.
Ein wichtiger Hinweis ...
Fast alle bekannten Motivanalyse-Tools am Markt messen Motive „auf einer Achse“, d.h. die Auswertungen zeigen Abweichungen von einer Mitte, sodass eine Bewertung in „niedrig“ und „hoch“ entsteht und eine entsprechende Ableitung auf die beiden beteiligten Motivpole.
Bei einer „ausgewogenen“ Auswertung wäre daher die Schlussfolgerung, dass beide Motive nicht sonderlich stark, sondern eben durchschnittlich und damit in etwa gleich stark ausgeprägt sind. Dies kann stimmen.

Der blinde Fleck
Wenn 50:50 eben nicht 50:50 ist.
Beide Personen haben eine ähnliche Auswertung der Verhältnismäßigkeit bekommen (mit dem Slider können Sie diese kurz vergleichen).


Die Analyse und Darstellung dieser Verhältnismäßigkeit ist durchaus sinnvoll und schlüssig – und kann für verschiedene Anwendungsbereiche auch durchaus nützlich sein.
Doch eine wichtige Frage bleibt unbeantwortet. Und wird von den meisten anderen Motivanalysen am Markt nicht beantwortet.
Die Verhältnismäßigkeit ist das Ergebnis einer Berechnung des Verhältnisses zweier Motive zueinander.
Doch wie stark sind diese beiden Motive eigentlich?
Wenn hinter 50:50 „wenig“ steckt
Nora Niedrig … merkt wenig.
Und dies ist mit einem Blick auf ihre MotivationsPotenzialAnalyse, die nicht nur das Verhältnis, sondern vor allem die Intensität der beiden Motive misst, auch direkt nachvollziehbar und verständlich.
Beide Motive sind bei ihr eher schwach ausgeprägt – geben aber in der Verhältnismäßigkeit ein Bild von etwa 50:50.

Die niedrige Ausprägung beider Motivationspotenziale bedeutet, dass Nora auf beide Motive emotional nicht besonders stark reagiert.
D.h. entsprechende Auslöser werden nicht besonders viel Handlungsenergie erzeugen bzw. spürt sie wenig „Zug“ zu Situationen, in denen eines der Motive eher stärker vorhanden ist. Gleichzeitig wird es ihr auch nicht schwerfallen, wenn sie beide Motive weniger in ihrem persönlichen und beruflichen Umfeld vorfindet.
Und wenn hinter 50:50 „viel“ steckt
Hartmut Hoch … merkt richtig viel.
Und dies ist mit einem Blick auf seine MotivationsPotenzialAnalyse nun auch direkt nachvollziehbar und verständlich.
Bei ihm sind beide Motive stark ausgeprägt – ergeben aber in der Verhältnismäßigkeit ebenfalls ein Bild von etwa 50:50.

Ganz anders bei Hartmut. Die hohe Ausprägung beider Motivationspotenziale bedeutet, dass er auf beide Motive emotional eher stärker reagiert.
Dies wirkt auf der einen Seite wie ein Vorteil, da er in Situationen, in denen das eine oder andere Motiv ansprechbar ist, sich emotional angesprochener und motivierter fühlt. Gleichzeitig birgt es die Herausforderung, auch für beide Motive entsprechende Räume im beruflichen und persönlichen Kontext zu schaffen.
Der Vorteil
Präzise Einzel-Messung beider Motivationspotenziale
Damit entsteht in der Praxis ein unschätzbarer Vorteil.
Die MPA erhellt den blinden Fleck, wie stark die einzelnen Motive tatsächlich sind.
Damit können in Auswertungsgesprächen im Coaching oder in Trainings relevante neue Informationen erarbeitet und diskutiert werden – der Blick auf die Verhältnismäßigkeit (die sich erst aus den Stärken ergibt) ist ebenfalls möglich, steht aber nicht im Fokus.
Nächster Schritt
Verstanden – und jetzt?
Wenn Sie die Idee verstanden haben, geht es jetzt ums Ausprobieren.


