Häufige Fragen
Antworten rund um die MPA
Von den Grundlagen über den Ablauf bis zu Datenschutz und Zertifizierung – hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zur MotivationsPotenzialAnalyse.
Grundlagen
Die MPA macht unsere sogenannten „Motivationspotenziale“ sichtbar. Unsere Motivationspotenziale stellen uns eine „aktivierbare“ Energiemenge (vergleichbar mit dem Hubraum eines Motors) zur Verfügung. Dieses Wissen hilft uns, bewusster mit diesem „Motor“ umzugehen, um für uns und Andere ganz bewusst motivierende Rahmenbedingungen zu schaffen.
Unsere Motive und Motivationspotenziale sind ein wichtiger Kern unserer Persönlichkeit und beeinflussen unsere Wahrnehmung, unser Denken und unser Entscheiden – und damit auch unser Verhalten und unsere Art, zu kommunizieren, miteinander zu arbeiten und zu führen.
Deswegen stellt die MPA eine wichtige Grundlage unserer Arbeit dar und soll Ihnen spannende Einblicke in genau diesen Teil Ihrer Persönlichkeit liefern.
Für alle, die verstehen wollen, was Menschen wirklich antreibt: Privatpersonen zur Selbstreflexion, Coaches, Beraterinnen und Berater sowie Trainerinnen und Trainer für die Arbeit mit ihren Klienten – und Unternehmen, HR und Führungskräfte für Recruiting, Team- und Führungskräfteentwicklung.
Ablauf & Praktisches
Sie füllen den MPA-Fragebogen online aus – 108 Fragen in etwa 15 Minuten. Die Auswertung übernimmt eine zertifizierte MPAexpertin oder ein zertifizierter MPAexperte, und Sie besprechen Ihr Ergebnis in einem persönlichen Auswertungsgespräch. Kein anonymes PDF, sondern ein echter Dialog.
Etwa 13–15 Minuten. Am besten am Computer und ungestört – und antworten Sie spontan aus dem Bauch. Spontane, ehrliche Antworten liefern die aussagekräftigsten Ergebnisse.
Immer eine zertifizierte MPAexpertin oder ein zertifizierter MPAexperte – persönlich, im Gespräch mit Ihnen.
So spontan und ehrlich wie möglich. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Wenn Sie so antworten, wie Sie gern wären, erhalten Sie das Ergebnis der Person, die Sie gern wären – nicht Ihres.
Wissenschaft & Methodik
Ja. Die MPA wurde von Anfang an von der TU München (Dr. Susanne Steiner) wissenschaftlich begleitet und bewertet und basiert auf den Arbeiten von McClelland sowie dem New-Big-Five-Modell nach Dan McAdams. Mehr dazu auf den Seiten Wissenschaftlicher Ansatz und Wissenschaftliche Begleitung.
Die Antwort lautet ja.
Die Motivforschung hat in vielen Studien belegt, dass implizite Motive in ihrer „Reinform“ nur mit Verfahren, die auf Bildern (TAT / PSE) oder Reaktionszeiten (IAT) basieren, erfasst werden können. Diese Verfahren werden aufgrund ihrer diffizilen Anwendbarkeit und Ökonomie nur selten in der Praxis angewendet.
Klassische fragebogenbasierte Verfahren haben in der Vergangenheit oftmals Gemenge aus expliziten Motiven, Werten und Zielen erfasst.
Die neuartige emotionsbasierte und fokussierte Fragebogentechnik der MPA erlaubt eine für die Praxis bestmögliche Annäherung an implizite Motive.
Explizite Motive werden in der Wissenschaft auch oftmals als Werte bezeichnet – diese können mit einem speziell zur MPA zugehörigen Werteset zusätzlich gezielt und umfassend ermittelt werden.
Die MPA ist ein konstruktivistisches Verfahren, was bedeutet, dass die individuelle Auswertung ausschließlich von der Person selbst vorgenommen werden kann, abhängig davon, wie sie ihr Motivationspotenzial tatsächlich umsetzt.
Dabei sind die Wertestruktur sowie der Lebens- und Erfahrungshorizont von großer Bedeutung, weshalb diese Aspekte ebenfalls in die Auswertung einfließen sollten.
Ein „Vergleich“ mehrerer Profile hinsichtlich der Stärke des Motivationspotenzials ist durchaus möglich – jedoch zeigt erst die individuelle Interpretation, ob ähnliche Motivstärken auch in vergleichbarem Verhalten zum Ausdruck kommen.
Wenn bspw. eine Person die Fragen zum Thema „Lust am Gestalten“ hoch bewertet, dies aber auch aus dem „Streben nach Anerkennung Anderer“ so beantwortet, misst die MPA dann nicht unscharf?
Menschen, die nach Anerkennung streben, müssen nicht zwangsläufig auch die Lust am Gestalten haben (um diese angestrebte Anerkennung zu erhalten), sondern nutzen möglicherweise eine Vielzahl von Verhaltensweisen.
Wenn eine Person allerdings nach Anerkennung anderer strebt und die Lust am Gestalten hat, so wird die MPA auch genau dies zeigen, d.h., die Person hat entsprechend hohe Werte bei der Lust am Gestalten und dem Streben nach Anerkennung.
Die MPA misst also hier nicht unscharf, sondern spiegelt genau diese Aspekte so wider.
Abgrenzung zu anderen Tools
Diese Verfahren beschreiben Verhalten – das Wie. Die MPA misst Motive – das Warum. Und sie ordnet Menschen nicht in Typen ein, sondern zeigt individuelle Motivationspotenziale auf einem Intensitätsspektrum. Mehr dazu unter Unterschied zu anderen Tools.
Weil zuschreibende Texte etwas beschreiben würden, das gar nicht gemessen wurde. Die MPA erfasst Motive – also das Warum hinter dem Handeln – nicht das Verhalten selbst. Ein Satz wie „Sie sind eine Person, die gerne mit Freunden unterwegs ist“ wäre deshalb keine Auswertung, sondern eine Vermutung.
Das hat einen methodischen Grund: Die MPA fragt bewusst nicht nach konkretem Verhalten, sondern danach, wie anregend Sie bestimmte Situationen erleben. Zwei Menschen mit identisch ausgeprägtem Motiv „Kontakt“ leben dieses völlig unterschiedlich – die eine im großen Freundeskreis, der andere in einer engen Partnerschaft. Ein zuschreibender Text müsste sich für eine Variante entscheiden und läge bei vielen Menschen daneben.
Der zweite Grund heißt Barnum-Effekt, nach dem Psychologen Bertram Forer auch Forer-Effekt genannt: Formulierungen, die auf viele Menschen zutreffen, werden von fast allen als „erstaunlich treffend“ empfunden – derselbe Mechanismus, der Horoskope überzeugend wirken lässt. Ein Auswertungstext, der viel Zustimmung erzeugt, ist also noch kein Beleg für Messgenauigkeit. Wer zuschreibt, erkauft sich Zustimmung, ohne dafür Präzision liefern zu müssen.
Die MPA geht den umgekehrten Weg: Sie zeigt Ihre Motive mit ihren Definitionen und deren Intensität – und überlässt Ihnen die Deutung. Ergänzend arbeitet die MPA mit Wortwolken: Zu jedem Motiv gibt es ein Feld verwandter Begriffe, das zum assoziativen Denken anregt. Auch diese Wortwolken beschreiben Sie nicht, sondern bieten Anknüpfungspunkte an – Sie entscheiden, welche davon für Sie stimmig sind.
Im Auswertungsgespräch bringt Ihre MPAexpertin oder Ihr MPAexperte Erfahrung und mögliche Beispiele ein. Die Frage, wie sich ein Motiv in Ihrem Leben zeigt, beantworten aber nur Sie.
Ihr Nutzen: Was Sie in der Auswertung wiedererkennen, erkennen Sie tatsächlich wieder – und nicht, weil ein Text so allgemein formuliert war, dass er auf jeden passt. Das reduziert Widerstände und macht das Gespräch zum eigentlichen Erkenntnisort.
Mehr dazu unter Unterschied zu anderen Tools und im Beitrag Wer ist hier eigentlich der Experte?
Einige andere Systeme, die am Markt erhältlich sind, versuchen, durch die Abfrage von sehr spezifischem Verhalten Schlussfolgerungen über das Motiv zu ziehen, das dahinterliegen könnte.
So werden Sie beispielsweise nach Ihrer Einstellung zu Sport gefragt – aus Ihren Antworten wird jedoch geschlossen, dass Sie, weil Sie gerne Sport treiben, auch ein starkes Motiv „Körperliche Aktivität“ haben. Dies kann zutreffen – muss es aber nicht.
Wie sehen Sie den Aspekt „Sport“, wenn Sie vielleicht eine persönliche Herausforderung haben, um bspw. beim Laufen eine gewisse Zeitmarke zu unterschreiten? Oder einfach die Leute beim Sport mögen – und die gemeinsame Zeit dort genießen?
Um genau diese Unschärfen zu reduzieren, fragt die MPA sehr fokussiert, wie anregend Sie Situationen wahrnehmen, in denen Sie sich körperlich betätigen können. Es bleibt damit Ihrer persönlichen Interpretation überlassen, ob Sie in diesem Moment an Gartenarbeit, den Fußweg zur Arbeit, den Gassigang mit dem Hund – oder eben auch das Fitnessstudio verstehen. Durch diese Herangehensweise misst die MPA genauer das Motiv, um das es geht. Starke Zustimmungen, aber auch Ablehnungen zu konkreten Aspekten wie Fitnessstudio/Gym, die ein Ergebnis tendentiell verzerren, werden dadurch reduziert.
Ergebnis & Anwendung
Nein – die MPA zeigt nur das „Potenzial“.
Wie gut Sie dieses aktuell in Ihrem beruflichen Umfeld „zünden“ und „auf die Straße“ bringen können, zeigt die Analyse nicht.
Damit ein Motivationspotenzial „gezündet“ werden kann, sind entsprechende Anreize notwendig.
D.h. wenn ein Unternehmen weiß, welche „Anreize“ eine bestimmte Position liefern kann, ist es durchaus möglich, ein entsprechendes motivationales „Sollprofil“ zu erstellen. Dabei kann es jedoch nie ein „Idealprofil“ geben, da die menschliche Persönlichkeit hier zu vielschichtig ist. Beruflicher Erfolg wird jedoch umso wahrscheinlicher, je besser die individuellen Motivationspotenziale zu den motivationalen Rahmenbedingungen der jeweiligen Stelle passen.
Motivationspotenziale sind relativ stabil. Wie stark Sie diese in Ihrem Alltag ausleben können, hängt von den Rahmenbedingungen ab und kann sich verändern. Der Motiv-Check begleitet solche Entwicklungen.
Datenschutz & Daten
Ihre E-Mail-Adresse dient nur der Kontaktaufnahme, Ihr Name erscheint auf der Auswertung – oder Sie nehmen anonym teil. Auf Wunsch löschen oder anonymisieren wir Ihre persönlichen Daten nach der Auswertung. Alle Details unter Meine Daten.
Wenn Sie mit Ihrer Ansprechperson einen „Codenamen“ angeben, können Sie diesen in der Auswertung statt Ihres echten Namens verwenden, damit Ihre Analyse sicher zugeordnet werden kann. In diesem Fall können Sie auch eine „falsche“ eMail-Adresse hinterlegen.
Nein. Auch Ihr MPAexperte oder Ihre MPAexpertin sieht nur das fertige Ergebnis, nicht Ihre Antworten auf einzelne Fragen.
Verschlüsselt, in einem gesicherten Rechenzentrum in Nürnberg. Mehr dazu unter Meine Daten.
Zugang, Preise & Zertifizierung
Ja – die kostenlose KurzAuswertung zeigt Ihnen 8 von 26 Motivationspotenzialen. Jetzt kostenlos starten.
Das hängt vom Einsatz und Umfang ab. Am einfachsten klären Sie dies direkt mit Ihrer Ansprechperson oder mit uns – oder Sie starten kostenlos mit der KurzAuswertung. Kontakt aufnehmen.
Ja. Mit der Delta-Zertifizierung steigen Sie schneller in die MPA ein und nutzen Ihr Vorwissen. Mehr unter MPAexperte werden.
Über die MPA-Zertifizierung (2,5 Tage plus 10-Wochen-Praxisprogramm). Alle Infos unter MPAexperte werden.
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Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht und Nachfrage.


